Wer kann Psychotherapeut/in werden?

Die Weiterbildung zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten bedingt einen vorgängigen Abschluss (Bachelor und Master) in Psychologie an einer Schweizer Hochschule oder Universität sowie genügende Studienleistung in klinischer Psychologie und Psychopathologie (unsere Empfehlung ist 12 ETCS). Rechtliche Grundlage für die Psychotherapieweiterbildung bildet das Psychologieberufegesetz (PsyG).

Wurde das Psychologiestudium an einer ausländischen Hochschule absolviert, muss bei der Psychologieberufekommission (PsyKo) in Bern eine Äquivalenzbescheinigung beantragt werden.

Eine Kandidatin oder ein Kandidat muss die Zulassungsbedingungen der Weiterbildungsinstitution erfüllen, deren Methode sie oder er erlernen möchte. In der Regel erfolgt eine Einladung zum Aufnahmeverfahren, bei dem auch die Eignung der Antragstellerin oder des Antragstellers. Die Institution entscheidet über Annahme oder Ablehnung eines Antrags. Eine Liste der Schweizer Weiterbildungsinstitutionen in Psychotherapie, die Kollektiv-Mitglied in der ASP sind, finden Sie hier.

Nach Beendigung und erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhält die Absolventin oder der Absolvent den Titel eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin oder eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut. Der Titel ermöglicht delegiert, das heisst im Anstellungsverhältnis bei einem Arzt, oder selbständig in eigener Praxis zu arbeiten. Für die Ausübung der Psychotherapie in eigener fachlicher Verantwortung ist die Bewilligung des Kantons erforderlich (Berufsausübungsbewilligung), auf dessen Gebiet der Beruf ausgeübt wird. Alle eidgenössisch anerkannten Psychotherapeut*innen sind im Psychologieberuferegister Psy Reg erfasst.